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Baustelle Deutschland

Baustelle Deutschland – Aus dem Sarglager eines Bestattungshauses in Bergisch-Gladbach

Foto: WDR/Melanie Grande
Foto: WDR/Melanie Grande

Mit der „Baustelle Deutschland“ betritt Jürgen Becker seit Jahren immer wieder Neuland: Ob Kirche, Moschee oder Synagoge, ob Behinderteneinrichtung, Gesamtschule oder Suchtklinik – der Kölner Kabarettist geht genau dahin, wo Themen wie Inklusion, Integration, Flüchtlingshilfe, Religiosität oder wirtschaftliche Verarmung im Mittelpunkt stehen.
Am Reformationstag und Vorabend von Allerheiligen schlägt Jürgen Becker die „Baustelle Deutschland“ nun in einem Bestattungshaus in Bergisch-Gladbach auf. Hier widmen sich seine Gäste und er auf ebenso humorvolle wie diskussionsfreudige Art dem Sterben und dem Tod, sie sprechen über Sterbehilfe, Trauerarbeit und Jenseitsvorstellungen.

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Beim „Kabarett und Talk vor Ort“ stehen Moderator und Kabarettist Jürgen Becker unter anderem zur Seite: die evangelische Theologin Margot Käßmann, der Kabarettist und Studienrat Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann, der Schmerztherapeut und Palliativmediziner Dr. Uwe-Christian Arnold, der Bestatter und Trauerbegleiter David Roth und der mit dem „Prix Pantheon 2014“ ausgezeichnete Comedian „Der Tod“.
Folge 15. Deutsche Erstausstrahlung: Sa 31.10.2015, 21:45 Uhr, WDR

Baustelle Deutschland – Aus der Thomaskirche in Köln

Foto: WDR/Melanie Grande
Foto: WDR/Melanie Grande

Seine vorige „Baustelle Deutschland“ schlug Kabarettist Jürgen Becker noch unter dem Minarett der Kölner Zentralmoschee auf. In der neuen Folge ist er erstmals in einem evangelischen Gotteshaus zu Gast, der Kölner Thomaskirche, die kürzlich im Brennpunkt der gesellschaftlichen Debatte stand. Dem Flüchtlingsstrom und der Asylproblematik begegnete die Gemeinde dort mit einem schlichten Akt der Menschlichkeit: Sie gewährte afrikanischen Flüchtlingen in Räumen unter der Kirche und im Kindergarten Kirchenasyl und gelangte damit in die Schlagzeilen.
Mitwirkende beim Kabarett und Talk vor Ort sind der Hausherr Pfarrer Christoph Rollbühler, Zehra Yilmaz (Leiterin eines DRK-Flüchtlingsheimes in Duisburg), Wolfgang Schmitz (früher Hörfunkdirektor des WDR und heute aktiv in der privaten Flüchtlingshilfe „Willkommen in Brück“), Benaissa („Rebell Comedy“) und an der Kirchenorgel Kabarettist Martin Zingsheim.
Folge 14. Deutsche Erstausstrahlung: Sa 15.08.2015, 21:45 Uhr, WDR

Satire in der Kölner Großmoschee

Foto: WDR/Melanie Grande
Foto: WDR/Melanie Grande

Kölner Stadt-Anzeiger | Von Helmut Frangenberg
Man sei zu Gast in einem „tollen, modernen Gebäude“, freute sich Kabarettist Jürgen Becker, um dann zu fragen: „Und wann gibt es den passenden Islam dazu?“ | Zum ganzen Artikel

Dr. Bekir Alboğa (l.) und Jürgen Becker vor der Moschee im Kölner Stadteil Ehrenfeld. ©WDR
Dr. Bekir Alboğa (l.) und Jürgen Becker vor der Moschee im Kölner Stadteil Ehrenfeld. © WDR/Melanie Grande

Baustelle Deutschland – Auf einer wirklichen Baustelle!

Paris – Kopenhagen – Dallas: Immer wieder sind Mohammed-Karikaturen für einige Menschen kein Anlass zum Lachen, sondern zum Schießen. Weshalb die Frage bleibt, ob die Satire alles muss, was sie darf. Dieser Frage geht Jürgen Becker gemeinsam mit seinen Gästen auf den Grund.
Am Samstag, den 13. Juni, um 21.45 Uhr im WDR Fernsehen gelingt Jürgen Becker eine kleine Sensation: Zum ersten Mal gastiert er mit seiner „Baustelle Deutschland“ auf einer wirklichen Baustelle, noch dazu auf einer spektakulären und bundesweit in die Schlagzeilen geratenen Baustelle: in der Zentralmoschee im Kölner Stadtteil Ehrenfeld, die seit ihrer Grundsteinlegung im November 2009 immer noch nicht endgültig fertiggestellt ist. Zu Gast sind Dr. Bekir Alboga (Generalsekretär der DITIB), Idil Baydar alias Jilet Ayse (Kabarettistin), Mehmet Daimagüler (Opferanwalt im NSU-Prozess und verantwortlich dafür, dass „Döner-Morde“ 2011 zum „Unwort des Jahres“ wurde), Dr. Manfred Lütz (Mitglied im Päpstlichen Rat für die Laien) sowie Thomas Reis (Kabarettist und Atheist).
Deutsche Erstausstrahlung: Sa 13.06.2015 WDR

Baustelle Deutschland – Mit Torsten Sträter und Volker Weininger (u.a.)

Samstag, 7. Februar 2015, 22.30 – 23.30 Uhr „Jürgen Becker: Baustelle Deutschland – Kabarett und Talk vor Ort“ (12)
„Das Problem bei vielen Süchten ist ja, dass sie tief in unserer Kultur verankert sind. Die Mönche waren im Mittelalter die größten Bierbrauer, weil Getränke beim Fasten nicht mitgezählt wurden. Deshalb haben die sich die Hucke vollgesoffen.“

Mit diesen Worten schlägt Jürgen Becker eine Woche vor den jecken Tagen seine „Baustelle Deutschland“ in der „Abteilung für Abhängigkeitserkrankungen“ der LVR-Klinik in Köln auf. Mit ausgewiesenen Experten spricht er über Alkohol und andere Drogen, fragt nach den Ursachen und der möglichen Bekämpfung von Abhängigkeiten, beleuchtet gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe des Drogenkonsums und wirft auch einen kritischen Blick auf die Rolle des Staates, der beim Verkauf von legalen Drogen wie Alkohol und Tabak jährlich Milliarden kassiert.

Unter fachkundiger Führung der ärztlichen Direktorin Frau Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank und der Oberärztin Dr. Sandra von den Driesch besucht Jürgen Becker einzelne Bereiche der Kölner Suchtklinik, testet im Selbstversuch die Wirkungen der Akupunktur und des „Snoezelens“, besucht die Methadon-Ausgabe und die ergotherapeutische Abteilung der Kölner Klinik.

Zu seinen Gästen gehören der Schauspieler Rolf Zacher, der seine Heroinsucht vor vielen Jahren überwand und der Arzt Dr. Rüdiger-Rolf Salloch-Vogel, der die Suchtabteilung des Jüdischen Krankenhauses in Berlin leitete und in dieser Zeit selbst alkoholabhängig war. Salloch-Vogel definiert den Suchtbegriff so: „Sucht ist es erst dann, wenn ich meine Freiheit im Umgang, zum Beispiel mit Alkohol verliere. Also dieser Verlust, der inneren Freiheit, wenn ich nicht mehr Nein sagen kann.“

Der promovierte Volkskundler Christian Rätsch, Verfasser einer Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen, tritt für die Legalisierung von Drogen ein: „Denn dann funktioniert auch die Prävention viel besser. Wenn man nicht mehr die ‚verbotene Frucht‘ im Visier hat, sondern sich damit vertraut machen kann, ohne diese ganze gesellschaftliche, politische und kriminelle Stigmatisierung.“ Wolfgang Büscher engagiert sich für das Christliche Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ in der Suchtprävention: „Unsere Jugendlichen fangen praktisch mit 11, 12 Jahren an zu trinken. Die können später kein selbstbestimmtes Leben mehr führen, die sind abhängig.“

Für die satirische Note an diesem Abend sorgen der Kabarettist Volker Weininger, der als „Sitzungspräsident“ eine promille-haltige Büttenrede hält, der Autor und Poetry-Slammer Torsten Sträter mit einer bizarren Drogengeschichte und natürlich der Gastgeber und Moderator Jürgen Becker selbst mit kabarettistisch-hintergründigen Betrachtungen und einem Schlusswort, passend zur närrischen Jahreszeit: „Früher hieß es immer: Alkohol wäre was für harte Männer. Aber mal ehrlich: Zum Beispiel eine Karnevalssitzung. Vier Stunden aus dem Kölner Gürzenich. Vier Stunden öde Reden und grenzdebile Musik. Das mit Alkohol durchzuhalten, schafft jeder. Aber wer das mit alkoholfreiem Bier und Wasser schafft, der ist echt stark. Das ist die wahre Coolness!“

Redaktion: Klaus Michael Heinz

Baustelle Deutschland

Samstag, 8. November 2014, 22:45-23:45 Uhr
„Jürgen Becker: Baustelle Deutschland – Kabarett und Talk vor Ort“ (12)

Aus der Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen
Mit Nils Heinrich, Fritz Pleitgen, Kai Magnus Sting, Torsten Sträter u. a.
Mit Blick auf „25 Jahre Mauerfall“ schlägt Jürgen Becker seine „Baustelle Deutschland“ an einem Ort im Westen auf, der viel vom Charme der untergegangenen DDR versprüht: im höchst verschuldeten Oberhausen. Hier widmet er sich der durchaus nicht abwegigen Frage, ob nicht längst ein Regional-Soli oder ein Soli-West nötig sind.
Seine Gäste sind:

  • Nils Heinrich, Kabarettist mit sachsen-anhaltinischen Wurzeln, der fast alle Pleitestädte in West- wie Ostdeutschland besucht hat,
  • Martin Junkernheinrich, Professor für Stadt-, Regional- und Umweltökonomie sowie Berater des Aktionsbündnisses „Raus aus den Schulden“,
  • Fritz Pleitgen, in Duisburg geboren, in Essen aufgewachsen, vormals ARD-Korrespondent in Moskau, Intendant des WDR und anschließend Geschäftsführer der Ruhr 2010 GmbH,
  • Kai Magnus Sting, selbsternannter Kamikaze-Kabarettist aus Duisburg,
  • Torsten Sträter, Slam Poet und Kabarettist aus Dortmund, sowie
  • Apostolos Tsalastras, griechisch-stämmiger Kämmerer der Stadt Oberhausen und als solcher Herr über gut 8.000 € Pro-Kopf-Verschuldung.

Einige Sehenswürdigkeiten der Stadt präsentiert Hajo Sommers, Präsident von Rot-Weiß Oberhausen und Leiter der Kleinkunstbühne „Ebertbad“.

Eine Produktion der Pro TV Produktion GmbH im Auftrag des WDR
Redaktion: (WDR) Klaus Michael Heinz
Quelle: WDR-Presselounge

Baustelle Deutschland

WDR Fernsehen, Samstag, 23. August 2014, 22.45 – 23.45 Uhr

„Jürgen Becker: Baustelle Deutschland – Kabarett und Talk vor Ort“ (11)

Aus dem Franz Sales Haus in Essen, einer Einrichtung der Behindertenhilfe
Mit Guildo Horn, Susanne Pätzold und weiteren Gästen
Jürgen Becker präsentiert Kabarett und Talk zum Thema „Behindertenhilfe.“
Diesmal im Franz Sales Haus in Essen, einer ebenso traditionsreichen wie großen Einrichtung der Behindertenhilfe, zu der neben Werkstätten, Wohngruppen und Sporteinrichtungen ein neues Vier-Sterne-Hotel gehört, das auch von Menschen mit Behinderung geführt wird.

Es wirken mit:

  • Guildo Horn, Schlagersänger und Musiktherapeut, spezialisiert auf die Zusammenarbeit mit geistig behinderten Menschen,
  • Susanne Pätzold, Schauspielerin und Ensemblemitglied der Comedyshow „Switch“, die auch vor vermeintlichen Tabus nicht zurück schreckt,
  • Anna Schaffelhuber, mehrfach preisgekrönte Monoskibobfahrerin, die durch eine inkomplette Querschnittlähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist,
  • Florian „Flo“ Sitzmann, mehrfach preisgekrönter Handbiker, Buchautor u. a. von „Bloß keine halben Sachen – Deutschland, ein Rollstuhlmärchen“,
  • Rainer Schmidt, evangelischer Theologe und Kabarettist, dem durch das Femur-Fibula-Ulna-Syndrom mehrere Gliedmaßen fehlen.

Eine Produktion der Pro TV Produktion GmbH im Auftrag des WDR
Redaktion: (WDR) Klaus Michael Heinz

Baustelle Deutschland

Samstag, 8. März 2014, 22:45-23:45 Uhr

„Jürgen Becker: Baustelle Deutschland“ (10)
Aus der Gesamtschule Else-Lasker-Schüler in Wuppertal – mit Jürgen Beckers alias Jürgen B. Hausmann und weiteren Gästen


Fotos: WDR/Melanie Grande

Jürgen Becker präsentiert Kabarett und Talk zum Thema „Schule“ im Forum der Wuppertaler Gesamtschule Else-Lasker-Schüler. Dort versammelt er Gäste mit Humor und Sachverstand, und so kommt es zu einem Treffen der besonderen Art: Der Kabarettist aus dem Süden Kölns trifft den Beinahe-Namensvetter und Karnevalisten aus der Umgebung von Aachen, Jürgen Beckers, von Beruf Gymnasiallehrer für Latein, Griechisch und Geschichte am Heilig-Geist-Gymnasium in Würselen.

Jürgen Becker spricht mit insgesamt sechs Gästen über den nach jahrelangem Zwist zur Frage „Gymnasium oder Gesamtschule?“ mühsam erkämpften Schulfrieden und diskutiert vor allem über die nur noch mit Humor zu ertragende Bildungsmisere.

Davor ist der Kabarettist aber noch im Schulgebäude unterwegs: Er wirft einen Blick in die Integrationsklasse, wo derzeit Kindern aus 18 Nationen erste Deutschkenntnisse vermittelt werden. Er sieht großes Engagement und eben nicht „Fack ju Göhte“. Er hört von Auszeichnungen und Preisen dieser „Schule ohne Rassismus“. Und doch sind Mangelverwaltung oder Verbesserungsbedarf unübersehbar.

Weitere Gäste mit ehemaliger oder andauernder Schulerfahrung sind:

  • Chris Tall, Stand-up-Comedian aus Hamburg, der bereits im Alter von 20 Jahren mehrfach preisgekrönt ist und mit seinem aktuellen Programm „Versetzung gefährdet“ neue Erfolge feiert,
  • Lale Akgün, Ehefrau eines Lehrers, Diplom-Psychologin und promovierte Psychotherapeutin, ehemalige migrationspolitische Sprecherin und Islambeauftragte der SPD, die mit ihren heiteren „Geschichten aus meiner türkisch-deutschen Familie“ unter dem Titel „Tante Semra im Leberkäseland“ für Aufsehen sorgte,
  • Philipp Möller, Sohn einer Lehrerin, Diplompädagoge aus Berlin, Autor des Bestsellers „Isch geh Schulhof“,
  • Dorothee Kleinherbers-Boden, Leiterin der Wuppertaler Gesamtschule Else-Lasker-Schüler, in der mit ungefähr 1.300 Schülerinnen und Schülern sowie mit einem Lehrerkollegium von etwa 100 Personen Raumnot herrscht,
  • Peter Silbernagel, Studiendirektor für Mathematik und katholische Religionslehre am Goethe-Gymnasium in Stolberg sowie Vorsitzender des Philologen-Verbandes Nordrhein-Westfalen.

Produziert wird „Baustelle Deutschland“ von der Pro TV Produktion GmbH im Auftrag des WDR.

Redaktion: Klaus Michael Heinz

Quelle: WDR-Presselounge

Baustelle Deutschland aus der Synagoge

Samstag, 28. Dezember 2013, 21.40 Uhr bis 22.40 Uhr

Foto: WDR / Melanie Grande. Montage: Grafik und Redaktion
Foto: WDR / Melanie Grande. Montage: Grafik und Redaktion.

Mit Marcel Reif, Herbert Knebel u. a.
Kabarett und Talk erstmals aus einer Synagoge: Zwischen den christlichen Festen Weihnachten und Neujahr ist Jürgen Becker zu Gast in Düsseldorfs Neuer Synagoge. Aus leider immer noch gegebenen Anlässen bewacht und gesichert wie alle Synagogen hierzulande, ist dieses 1958 errichtete Gebäude das Zentrum von Deutschlands drittgrößter jüdischer Gemeinde – dank enormer Zuwanderung: Etwa neunzig Prozent ihrer Mitglieder stammen aus der ehemaligen Sowjetunion.
Für den Kölner Kabarettisten Jürgen Becker ein besonders spannender Ort, um sich über Humor, Selbstironie und Toleranz zu unterhalten. Seine Gäste sind:

  • Marcel Reif, geboren in Polen als Marc Nathan Reif, Ikone des deutschsprachigen Sportjournalismus,
  • Adriana Altaras, Schauspielerin und Theaterregisseurin sowie Mitarbeiterin in Steven Spielbergs Shoah Foundation,
  • Sharon Brauner, Schauspielerin und Musikerin, Nichte des Filmproduzenten Artur Brauner,
  • Michael Rubinstein, Geschäftsführer der jüdischen Gemeinde Duisburg, der gemeinsam mit
  • Lamya Kaddor, der Vorsitzenden des liberal-islamischen Bundes, das Aufsehen erregende Buch veröffentlichte mit dem vielsagenden Titel „So fremd und doch so nah“, sowie
  • Zehra Yilmaz, die nach dem Studium der Anglistik, Germanistik und der evangelischen Theologie als Leiterin der Begegnungsstätte in Deutschlands größter Moschee in Duisburg arbeitet.

Auf einer improvisierten Bühne treten auf:

  • der in München geborene, studierte Jurist und jüdische Kabarettist Tano Bokämper sowie
  • aus dem Ruhrgebiet Kult-Rentner Herbert Knebel mit Beobachtungen zum Heimatgefühl russischer Immigranten.

Baustelle Deutschland zu Gast in der Pfarrkirche St. Theodor in Köln-Vingst

Foto: WDR / Melanie Grande
Foto: WDR / Melanie Grande

[Text: WDR] Mit Willibert Pauels, Robbi Pawlik alias Bademeister Rudi Schaluppke u. a.
Kabarettist Jürgen Becker betritt wieder mal Neuland, zieht dorthin, wo Menschen jene Mitmenschlichkeit und jenes Zusammenleben praktizieren, das Kabarettisten auf Bühnen so gerne anmahnen.
Mit annähernd dreißig Prozent ausländischer Mitbürger ist das so genannte Arbeiterviertel Höhenberg-Vingst im Kölner Osten ein Gebiet, in dem heute schon stattfindet, was vielerorts erst noch zu erstreben ist: Inklusion.
Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens ist dabei die Pfarrkirche St. Theodor, die auch eine Kleiderkammer und eine Lebensmittelausgabe sowie Reparatur-werkstätten beherbergt. Räumlichkeiten, die Christen wie auch Muslimen offen stehen, die im Alltag wie auch bei Sommerferienfreizeiten fast rund um die Uhr genutzt werden können.

Foto: WDR / Melanie Grande
Foto: WDR / Melanie Grande

An diesem so realen und doch fast utopisch wirkenden Ort unterhält sich Jürgen Becker …

  • mit Franz Meurer, dem Hausherrn und Priester der Gemeinde, dessen außergewöhnliche Aktionen – von der Kondomverteilung bis zur Spenden-sammlung zugunsten einer Moschee – ihm wiederholt Ärger mit seinem Dienstherrn bescherten, aber auch Kölns erste alternative Ehrenbürgerschaft einbrachten;
  • mit Zehra Yilmaz, die nach dem Studium der Anglistik, Germanistik und der evangelischen Theologie nun als Leiterin der Begegnungsstätte in Deutschlands größter Moschee in Duisburg tätig ist;
  • mit Philipp Möller, dem Diplompädagogen und Bestsellerautor („Isch geh Schule“) sowie Pressereferenten der religionskritischen Giordano-Bruno-Stiftung.
    Nicht zuletzt wirken mit …
  • Willibert Pauels, katholischer Diakon und Büttenredner im Kölner Karneval, und
  • Robbi Pawlik alias Bademeister Rudi Schaluppke, Sozialarbeiter am Becken-rand, für den alle Menschen gleich sind – wenn sie denn geduscht sind.

Eine Produktion der Pro TV Produktion GmbH im Auftrag des WDR
Regie Helmut Zanoskar
Redaktion Klaus Michael Heinz

Baustelle Deutschland

Foto: WDR / Melanie Grand

[Text: WDR] Baustelle Deutschland ist die internationale Kabarett- und Comedy-Show mit Jürgen Becker, Özgür Cebe, John Doyle, Robbi Pawlik alias Bademeister Schaluppke sowie den Mitgliedern der neuen Kölner Immi-Sitzung Myriam Chebabi, Katja Solange Wiesner und Guido Sterzl.

„Jede Jeck is von woanders“ lautet das Motto der 2010 gegründeten Kölner Immigranten-Sitzung, einer kabarettistischen Karnevalssitzung der besonders bunten Art. Ein Motto, das Jürgen Becker sehr gefällt. Ganzjährig und nicht nur in der fünften Jahreszeit. Weshalb der Satz nun sein zweites Treffen auf der „Baustelle Deutschland“ einleitet. Als geschichtskundiger Mensch weiß Jürgen Becker, wie lange Bauarbeiten dauern können (Stichworte „Kölner Dom“ oder „Kölner U-Bahn“) und vor allem, wie viele Leute aus den unterschiedlichsten Regionen dabei mitwirken durften, konnten, mussten. Als weltoffener Mensch kennt Jürgen Becker natürlich auch die Baustellen andernorts: im Land und auf den Gebieten Bildung, Essen und Trinken, Religion, Sex oder Sprache. Als rheinischer Mensch schließlich hat er zu allem eine Meinung.
Es gibt also Gesprächsstoff genug für die Runde mit:

  • dem in Bielefeld geborenen Özgür Cebe, Sohn von türkisch-kurdischen Migranten
  • dem in Deutschland lebenden Amerikaner John Doyle
  • dem ehemaligen Schwarzwaldkind Robbi Pawlik
  • der aus Brasilien stammenden Myriam Chebabi
  • dem kölschen Mädchen mit afrikanischen Wurzeln Katja Solange Wiesner
  • dem türkisch aussehenden Franken Guido Sterzl

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